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Gefährliche Ausbreitung

 

Seit Beginn der Neunziger Jahre sucht der Eichenprozessionsspinner, ein Forstschädling, der Eichen und Weißbuchen befällt, in den Raupenperioden (Sommermonaten) viele Regionen heim.

Die Eichenprozessionsspinner kommen aus den hohen Kronen schrittweise nach unten. Das macht die Gefährdung für Menschen besonders groß, wenn die Raupen bereits etwa Augenhöhe erreichen. Nester werden dann im unteren Stammbereich gebildet.

Die Larven des Eichenprozessionsspinners (weitläufig auch Eichenspinner, Eichenspinnerraupe bezeichnet),tragen Gifthaare, die auf der Haut und an den Schleimhäuten toxische und/oder allergische Reaktionen hervorrufen. Die Beschwerden reichen von heftig juckenden Hautausschlägen (Raupendermatitis) bis zu Asthmaanfällen.

Da die mikroskopisch kleinen Gifthaare bis zu 200 Meter weit mit dem Wind vertragen werden können, und sich mit Haken auch in der Kleidung leicht festsetzen können, ist besondere Vorsicht geboten: Das Eiweißgift Thaumetoporin in den Gifthärchen stellt eine wichtige Ursache einer luftübertragenen Krankheit dar.

Die Gifthärchen können mehrere Jahre in der Umwelt intakt bleiben. Gesundheitsprobleme können somit auch außerhalb der Raupenperiode auftreten.